Sommerlicher Hitzeschutz

Sommerlicher Hitzeschutz für Mensch, Tier, Haus und Garten

Sommerlicher Hitzeschutz: Gleißende Sonne

Sommersonnenschein und Wärme werden jedes Jahr aufs Neue sehnlichst erwartet. Aber mit den zunehmenden Wetterextremen häufen sich auch lang anhaltende Hitzeperioden mit Rekordtemperaturen und intensiven UV-Strahlen. Diese können sowohl bei Mensch und Tier das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen als auch an und in Gebäuden und im Garten Schäden anrichten: Wohn- und Büroräume heizen sich unerträglich auf, kühle Schattenplätze werden rar, die Elektronik spielt verrückt, der Benutzer am Bildschirmarbeitsplatz ist geblendet, Gartenmöbel bleichen durch intensive Sonnenstrahlung aus und werden porös, Pflanzen im Garten vertrocknen. Und während für Gärten, umliegende Parkanlagen und Wälder das Brandrisiko steigt, verwüsten plötzlich auftretende Hitzegewitter mit Starkregen, Hagel und heftigen Windböen die Natur.

Damit Sommersonne, intensive Sonnenstrahlung und Rekordtemperaturen nicht zum Belastungsrisiko werden, ist ein den hohen Temperaturen angepasstes Verhalten sowie Hitzeschutz, Blendschutz und UV-Schutz unerlässlich. Wie Sie der Hitze in Haus und Garten die kalte Schulter zeigen, hat BAUHAUS hier für Sie zusammengestellt. 

Hitzestress für Mensch und Tier vermeiden

Sommerlicher Hitzeschutz: Hund spielt im Garten mit Wasserschlauch

Wem tut es nicht gut, die warmen Strahlen der Sonne auf der Haut zu spüren? Aber Vorsicht, bitte übertreiben Sie es nicht! Wer sich zu lange in der prallen Sonne aufhält, riskiert einen Sonnenbrand oder gar einen Sonnenstich. Allein die hohen Temperaturen reichen aus, um den Körper schnell an seine Belastungsgrenze zu bringen. Schwere Kost, eiskalte Getränke und körperliche Anstrengungen belasten dann den Kreislauf zusätzlich. Meiden Sie deshalb das Sonnenbad und sportliche Aktivitäten in den Mittagsstunden, trinken Sie genügend und kühlen sich zwischendurch ab. Schützen Sie vor allem empfindliche Kinderhaut vor zuviel Sonne. Und auch ältere Menschen, chronisch Kranke und jene, deren Allgemeinzustand bereits angegriffen ist, kommen mit der starken körperlichen Beanspruchung durch Hitze nicht zurecht. Neben guter Sonnencreme mit hohem UV-Lichtschutzfaktor ist luftige, aber langärmlige Kleidung inklusive Sonnenhut ein wirksamer Schutz bei praller Sonne – für Groß und Klein. Und selbst wenn das Spiel der Kinder im hochsommerlichen Garten fröhlich ist, auch hier besteht die Gefahr einer Hitzeerschöpfung oder eines lebensgefährlichen Hitzschlags. Gönnen Sie sich und den Kindern Pausen im Schatten, Abkühlung, Getränke und vitaminreiche leichte Snacks.

Rötet sich die Haut und wird gar über Unruhe, Nacken- oder Kopfschmerzen geklagt, sind dies Anzeichen für einen Sonnenbrand beziehungsweise einen Sonnenstich. Dann hilft nur eins: Raus aus der Sonne, Abkühlung durch feuchte Tücher oder kühle Duschen, Trinken und Ruhe. Bei Apathie, Erbrechen oder gar Bewusstlosigkeit ziehen Sie unbedingt einen Arzt hinzu.

Was für Menschen gilt, gilt bei Rekordtemperaturen auch für Tiere. Egal ob Hund, Katze, Kaninchen oder Kanarienvogel, auch sie brauchen Schatten, Abkühlung, Ruhe, genügend Trinkwasser und frisches Futter. Bedenken Sie, dass die Sonne wandert und der Platz für das Haustier, der eben noch schattig und kühl aussah, sich wenig später in der prallen Sonne befinden und damit zur tödlichen Falle werden kann.

Besondere Vorsicht ist im Auto geboten. Lassen Sie deswegen niemals Kinder alleine im Fahrzeug zurück – und sei es nur kurze Zeit. Auch Hunde dürfen rein – sie sind jederzeit gerne in den BAUHAUS Fachcentren willkommen! Bemerken Sie ein Kind oder einen Hund allein in einem in der Sonne geparkten Fahrzeug, alarmieren sie die Polizei oder die Feuerwehr oder – wenn unmittelbare Lebensgefahr zu befürchten ist – schlagen Sie im Rahmen der Notfallhilfe die Scheibe ein. 

Wenn das Haus zum Backofen wird

Sommerlicher Hitzeschutz: Außenmarkise für Velux Dachwohnfenster

Sind die Außentemperaturen dauerhaft hoch, verwandeln sich viele Häuser und Wohnungen in wahre Backöfen und sorgen für schlaflose Nächte – Dachgeschosse sind davon besonders betroffen. Um die Hitze auf ein erträgliches Maß herabzusenken, gilt es die Wärme erst gar nicht hereinzulassen, mit Sonnenschutz-Vorrichtungen für Verschattung zu sorgen und zum richtigen Zeitpunkt zu lüften!

Eine gute Dämmung ist das A und O für einen guten Gebäude-Hitzeschutz. Mit der Wahl des richtigen Dämmstoffes sorgen Sie darüber hinaus auch im Winter für einen ausreichenden Schutz vor Wärmeverlusten. So bieten etwa Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Holzfasern) oder mineralische Dämmplatten gleichzeitigen Schutz vor Hitze im Sommer und Kälte im Winter.

Mit außen liegenden Beschattungssystemen (z. B. Rollläden) reduzieren Sie die Sonneneinstrahlung durch Fenster um bis zu 75 Prozent. Wer nur die Möglichkeit hat innen liegenden Sonnenschutz anzubringen (z. B. Plissees, Lamellenvorhängen oder Rollos), kann zusätzlich auf spezielle Sonnenschutzfolien zurückgreifen. Sie absorbieren die UV-Strahlung, machen die Räume aber gleichzeitig dauerhaft dunkler. Hilfreich und gleichfalls kostengünstig sind Laubbäume nahe am Haus, die im Sommer Schatten sowie ein angenehmes Mikroklima spenden und im Winter das kostbare Sonnenlicht durchlassen.

Lüften Sie die Räume möglichst nachts (zwischen 3-6 Uhr früh), wenn es draußen kühl ist, und nutzen die Verdunstungskälte durch Schalen mit Wasser und feuchten Laken vor den Fenstern. Stellen Sie außerdem überflüssige elektrische Geräte wie PC und Fernseher als zusätzliche Wärmequellen ab. Sollte all dies keine Erleichterung bringen, hilft natürlich eine Klimaanlage. Ein Ventilator hingegen kann bei großer Hitze keine Kühlung verschaffen, aber immerhin für einen angenehmen Luftzug sorgen.

Das Wohnklima können Sie auch einfach per Knopfdruck oder vollautomatisch mithilfe von Licht-, Temperatur- und Wettersensoren regulieren. Im sogenannten Smart Home – dem vernetzten Zuhause – schließen und öffnen sich Fenster, Rollläden und Hitzeschutz-Markisen oder starten Klima- und Belüftungssysteme je nach Außentemperatur und Sonnenstand und bevor sich der Innenraum zu sehr aufheizt. 

Brandgefahr durch Hitze und Trockenheit

Sommerlicher Hitzeschutz:Vertrockneter Rasen

Bei lang anhaltender Trockenheit und Hitze steigt die Brandgefahr – besonders dort, wo nicht gewässert wird oder nicht gewässert werden kann. Vermeiden Sie dann unbedingt offenes Feuer und Funkenflug und gehen Sie achtsam mit allem um, was einen Brand verursachen kann: Der Holzkohlegrill, eine weggeworfene Zigarette, die herumliegenden Scherben einer zerbrochenen Flasche und andere Dinge können jetzt schnell in einer Katastrophe ausarten. Selbst Rasenschnitt, Heu und Stroh bergen ein erhöhtes Brandrisiko, da bei frisch geschnittener Biomasse ein Gärungsprozess einsetzen kann, dessen Hitze durch die sommerlichen Temperaturen nicht entweicht. Der so entstehende Wärmestau kann Schwelbrände verursachen. Auch hier gilt es, wachsam zu sein.

Je nach Region veröffentlichen Forstämter oder die Ämter für Katastrophenschutz Warnungen beziehungsweise Warnstufen. Verstöße haben meist ein hohes Bußgeld zur Folge. Wenn Sie sehen, dass andere durch ihr Verhalten gegen Brandwarnungen verstoßen oder ein Brandrisiko eingehen, sprechen Sie diese freundlich und zivilcouragiert darauf an. Viele Menschen sind lediglich nicht informiert und haben keine Vorstellungen von der Gefahr. Bei Bränden informieren Sie die Feuerwehr über 112.

Beugen Sie auf dem eigenen Grün vor, in dem Sie den Garten gut wässern. Auch die Bäume an der Straße freuen sich an heißen Tagen über eine Wasserspende – vor allem wenn die Stadt selbst mit dem Bewässern nicht mehr hinterher kommt. 

Hitzegewitter

Sommerlicher Hitzeschutz: Hitzegewitter

Auf sprunghaft angestiegene Sommertemperaturen folgen gerne plötzliche Hitzegewitter mit Starkregen, Hagel und Blitzschlag sowie kräftigen Windböen. Bei Hitzegewittern sollten Sie das Haus nicht verlassen. Werden Sie allerdings unterwegs überrascht, halten Sie sich von Bäumen fern, da diese, besonders wenn sie aus der Umgebung herausragen, Blitze anziehen. Durch die vorhandene Feuchtigkeit im Baum besteht die zusätzliche Gefahr, dass bei einem Blitzeinschlag das Holz regelrecht explodiert oder Äste herabfallen. Im offenen Gelände suchen Sie den tiefsten Punkt auf, um dort mit zusammengezogenen Füßen in die Hocke zu gehen und halten Sie zu anderen Personen Abstand. Lassen Sie den Regenschirm zu, dieser könnte in der Umgebung herausragen und so für den Blitz ein Ziel sein. Wer beim Baden im Schwimmbad oder See vom Gewitter überrascht wird sofort raus aus dem Wasser – Baden ist während eines Gewitters lebensgefährlich. Geschlossene Kraftfahrzeuge hingegen wirken wie ein Faradayscher Käfig und bieten absoluten Schutz gegen einen Blitzeinschlag. Wenn Sie können, setzen Sie sich in ein Auto – stellen Sie das Fahrzeug aber nicht direkt neben einen Baum.

Blitz, Hagel, Starkregen und Windböen können auch in Haus und Garten Verwüstungen anrichten. Beugen Sie vor, indem Sie etwa kranke und besonders alte Bäume im Frühjahr oder Spätherbst, immer mit Genehmigung der Naturschutzbehörde der Gemeinde, entasten oder notfalls fällen. Da Blitzeinschläge auch häufig Haushaltsgeräte durch elektrische Überspannung schädigen, entweder den Stecker ziehen oder Blitzschutzstecker verwenden. 

Der heiße Sommer im Garten

Sommerlicher Hitzeschutz: Automatische Bewässerungsanlage

Hohe Temperaturen und entsprechend hohe Sonneneinstrahlung machen den Pflanzen im Garten zu schaffen: Sie bekommen einen Sonnenbrand und Pflanzengewebe stirbt ab. Diese sogenannte Nekrose zeigt sich meist durch gelbe, ockerfarbene bis braune Flecken an Blättern und Gräsern. Auch Gemüse und Früchte verfärben sich oder werden weich und matschig. Entfernen Sie kranke Pflanzen oder abgestorbene Pflanzenteile und verbrannte Stellen im Rasen regelmäßig, um Pilz- oder Schädlingsbefall sowie Moos- oder Unkrautbildung zu vermeiden. Gewöhnen Sie Pflanzen grundsätzlich langsam an die Sonne, vor allem wenn sie aus dem geschützten Winterquartier kommen. Nutzen Sie Schattierungsnetze oder Sonnensegel während der heißen Mittagsstunden. Auch Gemüse, Obststräucher und Gewächshäuser können auf diese Weise bei einem Übermaß an Sommersonne schattiert werden. Bodendeckende Pflanzen oder Mulch im Beet verhindern die schnelle Verdunstung und wirken sich positiv auf nützliche Bodenlebewesen aus.

Neben Schatten können aufgestellte Behälter mit Wasser oder das Sprengen des Weges die Temperaturen kurzzeitig um ein bis zwei Grad Celsius senken und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Aber Achtung: Wassertropfen wirken bei großer Sonneneinstrahlung wie Brenngläser. Um Verbrennungsschäden an Pflanzen zu vermeiden, sollte das Gießen grundsätzlich in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden geschehen. Bequem ist hier eine automatische Bewässerungsanlage: Dauerhaft unterhalb der Grasnarbe verlegte Versorgungsleitungen und computergesteuerte Sprenger lassen es dann regnen, wie Sie es vorgeben. Und wer in der heißen Jahreszeit Regentonnen für die Bewässerung nutzt oder einen Gartenteich für ein günstiges Mikroklima besitzt, hat gut vorgesorgt. 

Hitze und Elektronik

Sommerlicher Hitzeschutz: Carport

Die Hitze macht nicht nur uns zu schaffen, auch der Elektronik setzt sie gehörig zu – besonders im Auto. Hier kann die Luft im Fahrzeuginneren in der Sonne bis auf 60 Grad ansteigen. Für Handys, Navigationsgeräte und Tablets droht bei derartiger Hitze das Akku-Aus beziehungsweise der vorzeitige Verschleiß durch die doppelt so schnell ablaufenden elektrochemischen Prozesse. Parken Sie deshalb den Pkw am besten in einer Garage oder im Carport. Zum Schutz vor Überhitzung im Wageninneren gibt es auch spezielle Haftfolien, die einen Teil der UV-Strahlung absorbieren. 

Oberflächen vor Hitzeeinwirkung und UV-Strahlung schützen

Sommerlicher Hitzeschutz: Holzoberfläche behandeln

Sommer, Sonne, Hitze und dann wieder Regen, Wind und Kälte setzen Oberflächen und Gewebe im Außenbereich sowie Tür- und Fensterrahmen gehörig zu. Sie werden porös, bleichen aus und bekommen Risse, die wiederum für Algen, Pilze, Flechten, Moose und Larven vom Hausbock beste Bedingungen bieten. Umso wichtiger ist eine professionelle Pflege. Mit hochwertigen Holzölen, Lasuren, Holzlacken und Holzschutzfarben, Stein-Versiegelungen, Fassaden-Balkon-Imprägnierungen oder Markisen-Imprägnierungen für natürliche und synthetische Stoffe wie Leinen, Baumwolle, Polyacryl, Polyester oder PVC-Gewebe, lassen sich Oberflächen im Außenbereich problemlos pflegen und dauerhaft erhalten. 

Den Sommer trotzdem genießen

Sommerlicher Hitzeschutz: Schatten unterm Sonnensegel

Ob vergnügliches Beisammensein mit der Familie in der grünen Gartenoase oder die besinnlichen Ruhestunden auf dem mediterranen Balkon – das alles trägt dazu bei, dass wir uns erholen, entspannen und die Batterien wieder aufladen. Bewahren Sie hier trotz Hitze einen kühlen Kopf! Mit Gartenduschen sorgen Sie für die schnelle Abkühlung zwischendurch oder erfrischen Sie sich mit angenehm-kühlem Wasser im eigenen Swimming-Pool – Urlaubsstimmung inklusive. Schattenspender für Terrasse und Balkon in Form von Markisen, Sonnenschirmen, Pavillons, Sonnensegeln sowie eine mit Tuch überspannte oder mit Wildem Wein berankte Pergola schaffen angenehme Schattenplätze. 

Wann kommt die Hitze – Informationen und Tipps

Aktuelle Hitzewarnungen, Waldbrandgefahr, das Brandrisiko für Grünflächen oder UV-Strahlungsbelastung gibt der Deutsche Wetterdienst tagesaktuell bekannt:

Für Smartphone-Nutzer ist die kostenlose WarnWetter-App vom Deutschen Wetterdienst sinnvoll, welche die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes sowie die breite Öffentlichkeit mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wettersituation versorgt:

Das Umweltbundesamt und der Deutsche Wetterdienst haben Tipps zum vorbeugenden Gesundheitsschutz und den gesundheitlichen Auswirkungen sommerlicher Hitze veröffentlicht:

Hitze-Tipps für Haustiere finden Sie auf den Internetseiten des deutschen Tierschutzbundes:

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