Kräuter im Garten

Kraeuterfass: Kraeuter wachsen aus den Pflanzoeffnungen

Die Lust auf selbstgezogene Kräuter können Sie auch in einem kleinen Garten oder auf der Terrasse stillen. Ein mit Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Salbei oder Minze bepflanztes ausgedientes Fass oder eine alte Regentonne findet in jedem Garten ein Plätzchen. Schützen Sie das Mini-Beet allerdings vor praller Mittagssonne – sonst kommen Sie mit dem Gießen im Hochsommer kaum nach. Für die „Fasskultur“ eignen sich nicht nur Kräuter, sondern auch alle Pflanzen, die nicht zu tief wurzeln oder zu hoch wachsen.

1. Kräutergarten anlegen

Ratgeber Kraeuterfass: Abflussloecher bohren Ratgeber Kraeuterfass: Deckel festschrauben

Damit später auch die in den unteren Etagen angepflanzten Kräuter in der umfunktionierten Regentonne genügend Licht bekommen, müssen Sie die Tonne auf den Kopf stellen. Verschrauben Sie hierfür zunächst den Deckel mit dem Rand der Regentonne (Löcher vorbohren und rostfreie Edelstahlschrauben wählen). Bohren Sie anschließend mit einer Lochsäge in den festsitzenden Deckel mehrere Abflusslöcher.

Kraeuterfass: Boden aussaegen

Drehen Sie nun die Tonne um und sägen Sie den Boden nahe am Rand aus – mit einer Stichsäge geht das am einfachsten. Scharfe Kanten glätten Sie mit einem feinen Schleifpapier.

Kraeuterfass: Loecher in die Wand der Tonne saegen

Mit der Lochsäge sägen Sie nun mehrere Löcher versetzt in die Wand der Regentonne (Abstand etwa 20 bis 30 cm).

Kraeuterfass: Plastikrohr einsetzen Kraeuterfass: Erde einfuellen

Platzieren Sie die Tonne an ihrem späteren Standort und befüllen Sie sie mit einer hochwertigen, strukturstabilen Gartenerde. Sobald Sie an die Pflanzlöcher in der Wand kommen, decken Sie diese mit Küchenkrepp ab und füllen weiter Erde auf. Setzen Sie außerdem ein mehrfach durchbohrtes Plastikrohr in der Mitte der Tonne ein: Es leitet das Gießwasser später nach unten, damit auch alle Pflanzen ausreichend versorgt werden.

Kraeuterfass: Setzlinge pflanzen Kraeuterfass: Samen zum keimen aussaeen

Nun geht es auch schon ans Pflanzen: Wählen Sie für die obere Öffnung Samen oder Setzlinge. An den Seiten wachsen nur ausgesäte Pflanzen. Drücken Sie hierfür mehrere Samen mit einem Messer durch das angefeuchtete Papier in die Erde. Bis die Samen keimen, halten Sie das Papier mit einer Blumenspritze stets feucht.

Bildergalerie Kräuter im Garten

Kräuterspirale anlegen

An sonnigen Orten mit durchlässigen Böden entwickeln sich die meisten Kräuter am besten. Viele der mediterranen Arten wachsen auch ohne Düngemittel recht gut. Besser gedeihen eine Menge der würzigen, schmackhaften und oft heilsamen Pflanzen aber auf gut vorbereiteten, humosen Böden. Manche Arten kommen auch mit Schatten und mehr Feuchtigkeit zurecht.

Wollen Sie in Ihrem Garten viele verschiedene Kräuter mit unterschiedlichen Ansprüchen an Standort und Boden anbauen und ernten, dann empfiehlt sich der Bau einer Kräuterspirale oder -schnecke: Auf einer markierten Linie bauen Sie eine spiralförmig ansteigende Trockenmauer auf und füllen diese mit Erde an. Eine Sumpf- oder Wasserzone richten Sie nun am besten im Süden der Kräuterspirale ein - beispielsweise am Rand eines kleinen Folienteiches. Reichern Sie hier die Pflanzerde außerdem mit Kompost an. Weiter nach oben mischen Sie immer mehr Sand unter. An der Spitze fügen Sie Kalk hinzu. So entstehen verschiedene Bereiche (Wasserzone, Feuchtzone, Normalzone und Trockenzone), an denen sich die unterschiedlichsten Kräuter wohlfühlen:

  • Kräuter für die Wasserzone: Brunnenkresse, Bachbunge oder Wasserminze
  • Kräuter für die Feuchtzone: Kerbel, Schnittlauch, Schnittknoblauch sowie Petersilie
  • Kräuter für die Normalzone: Koriander, Oregano, Pimpinelle, Portulak, Ysop oder Zitronenmelisse
  • Kräuter für die Trockenzone: Currykraut, Lavendel, Majoran, Salbei oder Thymian

 

Kräuter selbst vermehren

Zur Teilung und Vermehrung (am besten im Frühjahr) sind ältere, mehrtriebige Wurzelstöcke geeignet (z. B. Beinwell, Liebstöckel, Ysop und Oregano). Mit Stecklingen vermehren Sie Rosmarin, Lavendel oder Wermut und mit Wurzelausläufern die Minze-Arten. Durch sogenannte Absenker lassen sich manche Kräuter mit ausladenden Seitentrieben, wie zum Beispiel die verschiedenen Thymian-Sorten, einfach vermehren.

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