Murmelbahn bauen

Ratgeber Murmelbahn: Bunte Kugelbahn mit zwei Türmen

Erwachsene fühlen sich an Achterbahnfahrten erinnert und Kinder jeden Alters sind einfach nur fasziniert: Diese selbst gebaute Kugelbahn besteht aus Sperrholzzuschnitten. Für den Bahnverlauf wurden Winkelleisten verwendet, deren Ecken und Kanten kindersicher abgeschliffen wurden. Die Muster auf der Auffangschale kreieren Sie mit Frogtape. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt! Und selbstverständlich sind die Farben der kunterbunten Murmelbahn für Kinderspielzeug geeignet.

1. Auffangschale der Murmelbahn

Ratgeber Murmelbahn: Sperrholzzuschnitte mit Kreissäge zuschneiden

Nehmen Sie zunächst eine Sperrholzplatte mit 50 x 10 Zentimeter und 28 x 10 Zentimeter und teilen diese mit der Kreissäge der Länge nach in zwei gleich große Stücke von fünf Zentimeter Breite.

Ratgeber Murmelbahn: Löcher bohren Ratgeber Murmelbahn: Skizze Bohrlöcher Bodenplatte Murmelbahn Vergrösserung aufrufen

Zeichnen Sie anschließend die Bohrlöcher anhand der Skizze mit einem Bleistift vor (zum Vergrößern Skizze anklicken) und bohren an den Markierungen mit einem 2-mm-Holzbohrer die Löcher.

Ratgeber Murmelbahn: Rahmen verschrauben Ratgeber Murmelbahn: Rahmen verleimen

Als spätere Bodenplatte und Auffangschale für die Murmeln dient der Zuschnitt mit 50 x 30 Zentimeter: Verleimen und verschrauben Sie darauf die eben zugeschnittenen Rahmenteile, sodass ein oben offenes Kästchen entsteht.  

Ratgeber Murmelbahn: Kanten rundschleifen

Schleifen Sie außerdem alle Kanten und Ecken mit Schleifpapier schön rund.

Ratgeber Murmelbahn: Muster aus Frogtape schneiden

Als Nächstes kleben Sie Streifen von Malerkrepp/Frogtape auf ein Brett und schneiden mit einem Cutter-Messer willkürliche Formen heraus. Diese kleben Sie in beliebiger Anordnung auf die Außenseiten des eben montierten Kastens.

Ratgeber Murmelbahn: Frogtape abziehen Ratgeber Murmelbahn: Buntlack auftupfen

Betupfen Sie mit einem Pinsel und ein wenig Buntlack in Wunschfarbe die Seiten der beklebten Auffangschale. Nachdem der Lack getrocknet ist (Herstellerangaben beachten), entfernen Sie die Klebebandstücke mithilfe eines Cutter-Messers ab.

Ratgeber Murmelbahn: Sperrholzzuschnitt mit Kreissäge zuschneiden

Nun nehmen Sie einen Sperrholzzuschnitt mit den Maßen 52 x 10 Zentimeter und halbieren diesen mit der Kreissäge der Länge nach in zwei gleich große Stücke von fünf Zentimeter Breite. Von einem Abschnitt sägen Sie vier Stücke mit einer Länge von acht Zentimeter ab.

Ratgeber Murmelbahn: Sperrholzzuschnitt auf Grundplatte kleben und schrauben

Zwei dieser Abschnitte verleimen und verschrauben Sie mittig auf der Grundplatte/Auffangschale mit einem Abstand von 18 Zentimetern zueinander.

2. Türme der Murmelbahn

Ratgeber Murmelbahn: Skizze Bohrlöcher Türme Murmelbahn Vergrösserung aufrufen

Für den Bau der Türme nehmen Sie die restlichen Sperrholzzuschnitte (3 x 50 x 10 cm und 3 x 52 x 10 cm), halbieren je eine Platte mit der Kreissäge der Länge nach wieder in zwei gleich große Stücke von fünf Zentimeter Breite und markieren die verschiedenen Bohrungen (s. Skizze).

Ratgeber Murmelbahn: Mit Lochbohrer Löcher bohren

Führen Sie an allen vier Fronten und Rückseiten der Türme die Bohrungen mit den Holzbohrern (2 und 12 mm) und dem Lochbohrer (25 mm) durch.

Ratgeber Murmelbahn: Zuschnitt in Turm kleben Ratgeber Murmelbahn: Zuschnitt mit Leim bestreichen

Bauen Sie zunächst den größeren Turm zusammen, indem Sie die Seitenteile mit der Front verkleben und verschrauben. Nehmen Sie außerdem einen der bereits vorbereiteten Zuschnitte (5 x 8 cm) und kleben diesen leicht schräg, direkt unter das 25-mm-Loch im Turminneren. Durch die Schräge sollen später die Murmeln nach vorne rollen.

Ratgeber Murmelbahn: Kante abschleifen

Fixieren Sie das Brettchen an beiden Seiten mit Schrauben und schleifen die leicht überstehende, obere Kante ab.

Den kleineren Turm bauen Sie ebenso, nur dass hier der 5 x 8 Zentimeter Zuschnitt den Turm oben abschließt – quasi als Deckel. Je nach Geschmack können Sie nun die beiden Türme farbig lackieren und dabei durch Abkleben mit Frogtape Strukturen oder Muster generieren.

3. Laufbahnen der Murmelbahn

Ratgeber Murmelbahn: Rechteckleiste zusägen

Zeichnen Sie auf der flachen Seite der Rechteckleiste mit den Maßen 30 x 10 Millimeter, alle fünf Zentimeter ein Bohrloch ein (insg. 5 Markierungen für 5 Löcher) und sägen hier mit dem 25-mm-Lochbohrer Löcher. Mit der Kreissäge sägen Sie anschließend die Leiste alle fünf Zentimeter ab. Der Abstand des Loches beträgt dabei auf einer Seite 2,3 Zentimeter.

Beachten Sie: Diese Holzteile dienen später als Schlauchhalterung.

Ratgeber Murmelbahn: Dübellöcher in Längsseiten bohren Ratgeber Murmelbahn: Dübellöcher in schmale Seite bohren

Schleifen Sie die Abschnitte nun an den Kanten rund. Bohren Sie außerdem bei vier Teilen an der kurzen Seite (30 mm) mit dem 6-mm-Holzbohrer aus dem Holzdübel-Set zwei Löcher (für zwei Holzdübel; Kantenabstand-Bohrmarkierung: 8 mm von rechts und 8 mm von links). Das fünfte Teil an der Längsseite (50 mm) ebenfalls mit zwei Löchern versehen (Kantenabstand-Bohrmarkierung: 8 mm + 18 mm von der dem Loch abgewandten Seite d. h. der Schlauchführungsbohrung).

Ratgeber Murmelbahn: 25-mm Loch in Rechteckleiste bohren

Weiter geht es mit der Rechteckleiste 60 x 10 Millimeter: Sägen Sie mit der Kreissäge ein 16 Zentimeter langes Stück ab und zeichnen an einer Längsseite, mit einem Abstand von zwei Zentimetern zur vorderen Kante, mittig eine Bohrmarkierung ein. An dieser Stelle bohren Sie wieder mit dem 25-mm-Lochbohrer.

Ratgeber Murmelbahn: Dübellöcher in schmale Seite bohren

Runden Sie auch hier wieder die Kanten ab, glätten das Bohrloch und bohren an beiden kurzen Seiten je zwei Löcher mit dem 6-mm-Holzbohrer (mit 1 cm und 2 cm Abstand zur hinteren Kante).

Ratgeber Murmelbahn: Winkelleiste zusägen

Nun sägen Sie mit der Kreissäge von der Winkelleiste zwei Stücke mit einer Länge von 26,5 Zentimetern und eines von sechs Zentimetern gerade ab. Kippen Sie das Sägeblatt auf 20° und sägen ein 30 Zentimeter langes, ein drei Zentimeter langes Stück und noch vier Stücke mit einer Länge von je sechs Zentimetern ab. Kippen Sie erneut das Sägeblatt auf 10° und sägen zwei Stücke à 13,5 Zentimeter ab. Insgesamt haben Sie nun elf Teile zugesägt.

Ratgeber Murmelbahn: Winkelleisten miteinander verleimen

Verleimen Sie an den Schrägen die beiden Abschnitte mit 13,5 Zentimeter sowie den 30 mit dem 3 Zentimeter Abschnitt miteinander.

Ratgeber Murmelbahn: Kanten der Winkelleisten rund schleifen

Glätten Sie anschließend alle zugesägten Teile der Winkelleiste an den Kanten mit Schleifpapier und schleifen diese dabei leicht rund.

Wieder geht es an die Kreissäge: Schneiden Sie vom 12-mm-Rundstab fünf Stücke von je sechs Zentimeter Länge gerade ab. Diese Abschnitte wiederum sägen Sie mittig mit 45° in je zwei Teile. Für eine spätere Verwendung sägen Sie zudem noch ein acht Zentimeter langes Stück gerade ab.

Ratgeber Murmelbahn: Winkelleiste durchbohren

Nehmen Sie nun wieder die bereits vorbereiteten Winkelleisten zur Hand und markieren, mit einem beidseitigen Abstand von je zwei Zentimetern zur Außenkante, Bohrlöcher. Bohren Sie mit dem 2-mm-Holzbohrer die Löcher und vertiefen diese anschließend mit einem Kegelsenker.

Ratgeber Murmelbahn: Laufbahn der Murmelbahn Ratgeber Murmelbahn: Rundstab hinter Loch verschrauben

Legen Sie ein Rundstabstück mit der Schräge hinter ein Bohrloch in der Winkelleiste, mit dem 2-mm-Holzbohrer anbohren und mit einer 2,5 x 12 Schraube verschrauben. Wichtig: nicht verleimen! Wiederholen Sie dies bei allen Teilen.

Ratgeber Murmelbahn: Winkelleiste auf Rundstäbe kleben

Auf das winkelig verleimte Stück (bestehend aus den beiden 13,5 cm langen Anschnitten) leimen Sie mittig auf die Rundstabenden den sechs Zentimeter langen Abschnitt auf.

Ratgeber Murmelbahn: Winkelleisten mit Rechteckleisten verleimen

Mit der Kreissäge sägen Sie zwei zwölf Zentimeter lange Stücke von der Rechteckleiste (Maße: 30 x 10 mm) ab. Leimen Sie diese an der Vorderseite des größeren Turmes an den Kanten anliegend auf (rechts mit 5 cm Abstand nach unten und links mit 2 cm Abstand). An diesen leimen Sie nun wiederum die vier schrägen 6-cm-Abschnitte der Winkelleiste fest (Leim an den Seiten und hinten auftragen). Gut trocknen lassen.

Ratgeber Murmelbahn: Loch in Trichter bohren Ratgeber Murmelbahn: Trichter kürzen

Nehmen Sie den Trichter, schneiden mit einer Schere den runden Griff ab und kürzen Sie den Trichter: Mit einem Zollstock drei Zentimeter von der unteren Kante entfernt eine Markierung anzeichnen und an dieser mit dem Cutter den Trichter kürzen. Bohren Sie außerdem mit dem 25-mm-Lochbohrer an der oberen Seite des Trichters ein Loch.

4. Montage der Murmelbahn

Ratgeber Murmelbahn: Löcher mithilfe von Dübelsetzern markieren

Nun geht es an den Zusammenbau, indem Sie die beiden Türme auf die Bodenplatte stecken und die Murmelbahn vormontieren: Versehen Sie die 16-cm-Platte an den Bohrungen beidseitig mit Dübelsetzern und setzen das Brett auf einer Höhe von 22 Zentimetern an den Türmen an. Achten Sie dabei darauf, dass das Brett nach vorne 3,5 Zentimeter übersteht. An den markierten Punkten bohren Sie mit dem 6-mm-Holzbohrer Löcher.

Ratgeber Murmelbahn: Laufschienen provisorisch einsetzen

Stecken Sie die vorbereiteten Laufschienen lose in die Bohrungen – schrittweise, von oben nach unten, testen dabei die Positionen der gebohrten fünf Zentimeter Stücke (Schlauchhalterungen) mit Murmeln auf freien Lauf und markieren deren Position mit Dübelsetzern.

Ratgeber Murmelbahn: Halterung am Turm festkleben

Sind die Positionen der Schlauchhalterungen korrekt, bohren Sie mit dem 6-mm-Holzbohrer Löcher und kleben die Halterungen mithilfe von Holzdübeln und Leim an den Türmen fest.

Ratgeber Murmelbahn: Schlauch in Halterung stecken

Den oberen Schlauch der Bahn schneiden Sie mit dem Cutter auf die benötigte Länge und stecken ihn in die Halterungen ein (eventuell mit Kleber fixieren).

Ratgeber Murmelbahn: Schlauchende in Halterung befestigen Ratgeber Murmelbahn: Schlauch durch Bohrungen führen

Führen Sie außerdem einen ausreichend langen Schlauchabschnitt durch die unteren Bohrungen am kleineren Turm und befestigen das Schlauchende in der oberen Halterung. Auf nötige Länge zurechtschneiden.

Ratgeber Murmelbahn: Schranke festschrauben

Befestigen Sie außerdem eine Schranke (das 8 cm lange Rundstabstück; an einem Ende mit dem 2-mm-Holzbohrer vorbohren und bunt gestreift anmalen) mit einer 2,5 x 16-Schraube vor dem oberen Murmelloch am größeren Turm.

Ratgeber Murmelbahn: Turm in Bodenplatte verleimen

Nehmen Sie die Laufschienen und das 16-cm-Verbindungsstück zwischen den Türmen wieder heraus und leimen den größeren Turm auf der Bodenplatte fest.

Ratgeber Murmelbahn: Verbindungsstück mit den Türmen verleimen

Nun können Sie im größeren Turm das 16-cm-Verbindungsstück (Holzdübel einsetzen) festleimen. Mit Leim befestigen Sie auch den linken Turm auf der Bodenplatte und anschließend das Verbindungsstück.

Ratgeber Murmelbahn: Laufschienen verkleben

Die Laufschienen stecken Sie von oben nach unten in die Türme ein und kleben diese ebenfalls fest.

Ratgeber Murmelbahn: Trichter montieren

Zum Abschluss stecken Sie noch den Trichter in die Lochbohrung im Verbindungsstück zwischen den Türmen und führen den Schlauch durch das Loch am Trichterrand.

Ratgeber Murmelbahn: Fertige Kugelbahn mit zwei Türmen aus Holz

Fertig ist die Kugelbahn mit zwei Türmen: Die Murmeln finden zunächst ihren Weg auf den Laufschienen, rollen durch einen Schlauch, landen im Trichter und kugeln von dort entweder rechts die „Treppe“ nach unten oder gelangen auf der linken Seite wieder in einen Schlauch.

Dübelhilfen

Ratgeber Holzverbindungen: Abdruecke der Duebelspitzen Ratgeber Holzverbindungen: Tiefenbegrenzer und Duebelspitzen

Als Hilfsmittel für die Herstellung von Runddübellöchern haben sich Tiefenbegrenzer (auch Tiefenanschlag), Dübelbohrlehre und Dübelspitzen (auch Dübelsetzer) bewährt.

Die Bohrlehre ermöglicht es, präzise Bohrungen vieler Löchern in exaktem Abstand zum Rand zu bohren – auch ohne Standbohrmaschine.

Der Tiefenbegrenzer sorgt, dafür, dass die Löcher gleich tief sind – er wird einfach auf den Holzbohrer geschraubt.

Die Dübelspitzen stecken Sie mit den zylindrischen Enden in die bereits gebohrten Löcher im Stirnholz, drücken dieses exakt ausgerichtet auf das Gegenstück und bohren nun direkt in diese Abdrücke die anderen Löcher.

Beachten Sie: Weitere Informationen zum Thema Bohren in Holz erhalten Sie im BAUHAUS Ratgeber Löcher bohren: So geht´s 

Werkzeug und Material

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