Holz als Werkstoff

Massivholzdielen verlegen: Unbehandelte Laerchenholzdielen

Ein Baum speichert Jahr für Jahr die Lebenskraft der Sonne. Er trotzt beständig Hitze und Trockenheit genauso wie Feuchte, Kälte oder Stürme! Der nachwachsende Rohstoff Holz für unsere Möbel, Gartenzäune oder Wandverkleidungen hat viele Eigenschaften, die ihn zu einem sehr beliebten Baustoff machen. Fachmännisch ausgeführte Konstruktionen aus Holz überdauern Generationen. Vom Keller bis zum Dach, für innen und außen. Durch geschickte Verarbeitung und Veredelung erhält man zudem wunderschöne, natürlich wirkende Oberflächen: optimal für alle sichtbaren Flächen – ob im Außen- oder im Wohnbereich. 

1. Aus dem Wald in die Werkstatt

Ratgeber Heimwerken: PEFC und FSC Vergrösserung aufrufen

BAUHAUS achtet darauf, dass die Hölzer für alle Produkte nachweislich legal und nachhaltig produziert werden. Um sicherzustellen, dass wir nur ökologisch unbedenkliches Holz anbieten, arbeiten wir unter anderem mit dem internationalen Waldzertifizierungssystem PEFC (Programme of the Endorsement of Forest Certification Schemes) zusammen. Ein alternatives Zertifizierungssystem existiert vom Forest Stewardship Council (FSC).

Beachten Sie: In vielen Bereichen macht auch die Qualität den Unterschied. Denn die Langlebigkeit hochwertiger Produkte – ob Werkstoff oder Werkzeug – bringt selbstverständlich auch Vorteile in Sachen Nachhaltigkeit. 

Ratgeber Hobel: Zum naechsten Zug ausholen

Ob schlichtes Brett oder edles Dekorpaneel – bevor aus einem Baumstamm Baumaterial für die Werkstatt entsteht, muss das Holz zahlreiche Bearbeitungsstationen durchlaufen. So wird das Schnittholz aus dem Sägewerk erst nach unterschiedlichen Trocknungszeiten (je nach Sorte) durch Zuschnitt, Hobeln oder Leimen zum Brett oder Kantholz. Dabei anfallende Bearbeitungsreste wie kleine Abschnitte oder Hobelspäne dienen als Rohstoff für die Herstellung von Spanplatten, „Mitteldichten Faserplatten“ (MDF) oder „Oriented Strand Board“ (OSB). 

Kommt das Holz direkt aus dem Sägewerk, wurde also nicht weiter behandelt oder bearbeitet, wird es als sägeraues Holz bezeichnet. Im Innenbereich werden diese Holzprodukte meist so verbaut, dass sie später nicht mehr sichtbar sind. Für den Einsatz im Außenbereich ermöglicht die offene Oberfläche eine höhere Saugfähigkeit. Deshalb können auf sägerauem Holz größere Mengen von Lasuren oder anderen Schutzanstrichen aufgetragen werden. 

2. Hobelware und Leimholz

Ratgeber Hochbett: Loecher mit Forstnerbohrer bohren

Gehobeltes und mit Fase versehenes, technisch getrocknetes Holz wird überall dort eingesetzt, wo die Optik der Oberfläche und Maßgenauigkeit besonders wichtig sind. Durch die glatte Oberfläche lässt sich gehobeltes Holz besonders gut und angenehm verarbeiten und streichen. Mit gehobeltem Konstruktionsholz lassen sich viele anspruchsvolle Bauideen umsetzen. Gehobelte Latten, Rahmen und Kanthölzer sind als quadratische Querschnitte hervorragend für zahlreiche konstruktive und dekorative Anwendungen geeignet. Glattkantbretter ohne Nut- und Federverbindungen kommen im Innen- und Außenbereich als Konstruktionsbrett und für Verkleidungen zum Einsatz. Aber auch Regale lassen sich einfach und kostengünstig verwirklichen. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Leimholz

Leimholz (auch Brettschichtholz oder kurz BSH; Binder aus BSH werden auch Leimbinder genannt) besteht durch und durch aus Massivholz, wobei die einzelnen Holzlamellen miteinander verleimt sind. Diese sind dabei so angeordnet und längs gezinkt, dass sie sich nicht so verziehen können wie etwa massives Holz. So wird dem Holz die natürliche Spannung genommen und eignet sich daher sehr gut für den Möbelbau. Gestalten können Sie die Optik durch Ölen, Wachsen, Lasieren oder Lackieren. 

3. Plattenwerkstoffe

Span-, Sperrholz- oder Holzfaserplatten werden als Plattenwerkstoffe bezeichnet. Sie eignen sich aufgrund ihrer sehr guten Maßhaltigkeit besonders für große Flächen. Die verschiedenen Plattentypen sind für eine Vielzahl von Anwendungen im Bau, Innenausbau und Möbelbau optimiert.  

Ratgeber Holzwerkstoff: Tischlerplatte

Die Tischlerplatte besteht aus verleimten Massivholzstäben oder -stäbchen, die beidseitig mit einem Querfurnier verpresst werden. Diese relativ leichten und dabei formstabilen Platten ermöglichten einst den industriellen Möbelbau und sind beispielsweise hervorragend als Tischplatten oder Regalbretter verwendbar.

Beachten Sie: Bei einer höheren Qualität werden zwei weitere Furniere in Längsrichtung aufgeleimt. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Sperrholz

Sperrholz besteht aus kreuzweise zusammengelegten (mit wechselnder Maserrichtung) dünnen Holzlagen und Leim. Durch die kreuzweise Anordnung wird der unterschiedliche Verzug in Längs- und Querrichtung großer Holzflächen durch Feuchte- und Temperaturwechsel weitgehend abgesperrt.

Sperrholz findet überall dort Verwendung, wo es auf Robustheit und Formstabilität ankommt, zum Beispiel für Innen- und Außenverkleidungen auch bei starken Witterungseinflüssen, Dach- und Betonschalungen, tragende Konstruktionen, Treppenstufen, hochbelastbare Verbindungsteile im Holz- und Holzrahmenbau, Arbeitsplatten oder Werkbänke. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Spanplatte

Holzreste und schwaches Holz, das nicht anders verwendet werden kann, werden zerspant und mit Sägemehl und Leim zu einer planen Platte – der Spanplatte – verpresst. Diese ist sehr formstabil und glatt in der Oberfläche. Verwendung finden die preisgünstigen Spanplatten im Rohzustand, mit Furnier oder beschichtet im Fertighaus- und Innenausbau oder als Universalplatte für jeden möglichen Einsatz. Mit Nut und Feder sind Spanplatten auch als Fußbodenplatte verwendbar. 

Ratgeber Holzwerkstoff: OSB-Platte

OSB steht für „Oriented Strand Board“ (= Platte aus ausgerichteten Flachspänen) und ist verwandt mit der Spanplatte aber etwas stabiler als diese. Im Innen- und Außenbereich können diese Platten als Wand- und Dachbeplankung eingesetzt werden. Aufgrund der interessanten Oberflächenoptik ist OSB auch als Sichtboden und als Möbelbaustoff attraktiv. 

Ratgeber Holzwerkstoff: MDF-Platte

Bei der MDF-Platte (= Mitteldichte Faserplatte) kommen keine Späne, sondern mit Leim versehene, unter hohem Druck verpresste Holzfasern zum Einsatz. Sie sind schwerer als Spanplatten aber ihre Schnittkanten sind ähnlich dicht wie die Oberflächen. Dadurch sind sie sehr beliebt als Basismaterial für Ummantelungen, Möbelfronten und Trägermaterialien, denn eine Kantenbearbeitung ist vor der Beschichtung mit geeigneten Lacken nicht nötig. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Weichfaser Ratgeber Holzwerkstoff: Hartfaser

Hartfaserplatten sind wie MDF-Platten ein Faserwerkstoff aus kleinsten Holzfasern die typischerweise für Schrankrückenwände und Schubladenböden verwendet werden.

Weichfaserplatten weisen, wie der Name schon andeutet, eine geringe Biegefestigkeit auf, sind sehr leicht und absorbieren Schall. Sie dienen daher oft als Dämmplatten für den Schall- und Wärmeschutz. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Biege-MDF

Die Biege-MDF-Platte ist durch parallele Sägeschnitte biegbar und vor allem im Innenausbau, im Ladenbau oder für geschwungene Möbel im Einsatz. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Biege-Sperrholz

Das Biege-Sperrholz – meist ein 3-lagiges Sperrholz, welches aus besonders weichen, elastischen Furnieren verleimt ist – wird im Innen- und Fahrzeugausbau sowie im Möbelbau genutzt. 

Ratgeber Holzwerkstoff: Holzfurnierplatte Vergrösserung aufrufen

Nicht jedes Holz ist als massive Plattenware erhältlich – etwa weil es zu teuer, zu selten oder zu schwer zu verarbeiten ist. Mit einem Furnier lässt sich ihre Optik aber trotzdem nutzen. Bei einer Holzfurnierplatte werden dünne Blätter aus Holz auf einem preiswerten Trägermaterial zu einer Platte verleimt. Je nachdem wie die einzelnen Furnierblätter aneinander gefügt werden, ergeben sich ganz unterschiedliche optische Maserungen. 

Eine attraktive Sonderform sind Furnier-Sperrholzplatten (Mulitplexplatten oder MPX-Platten) als universell einsetzbare und hoch belastbare Konstruktionsplatten. Sie haben durch die Vielzahl einzelner Furnierschichten, welche längs und quer gegeneinander verleimt sind, außerdem eine sehr schöne Optik. 

Bildergalerie Holz als Werkstoff

Lagerung und Verarbeitung von Massivholz

Massivholzdielen verlegen: Massivholzdielen aus unbehandelter Laerche

Lagern Sie Massivholz immer trocken und nicht in der Nähe von Wärmequellen (z. B. Heizkörper). Vermeiden Sie außerdem Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung. Bevor Sie Massivholz verarbeiten, geben Sie dem Holz etwas Zeit, sich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Legen Sie es dafür rund zwei Tage in den Raum, in dem es später eingesetzt werden soll. Achten Sie bei jedem Einbau außerdem darauf, dass das Holz immer genügend Platz zur Ausdehnung hat, damit es bei Veränderung der Luftfeuchtigkeit nicht zu Spannungen oder Rissbildung kommt. 

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