Fachwissen Elektromobilität

Strom als alternativer Antrieb - Aber wie genau funktioniert das?

Elektro- und Hybridautos sind eine Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Strom brauchen sowohl Hybrid- als auch Elektroautos. Ein reines Elektroauto wird mit elektrischer Energie angetrieben, wobei es hier auch Abwandlungen gibt. Nach dem Aufladen fährt ein Elektroauto beinahe geräuschlos. Die Energie wird aus Lithium-Ionen-Akkus gezogen.

Das Hybrid-System ist eine Kombination aus einem Elektro- und Benzinmotor. Fährt das Fahrzeug langsam an, wird die gespeicherte Energie in der Hochspannungsbatterie an den Generator abgegeben und treibt die Räder an. Wird mehr Leistung von dem Hybridfahrzeug gefordert, schaltet sich der Benzinmotor ein. Beim Loslassen des Gaspedals (Schubbetrieb) wird die Energie an die Batterie geleitet und gespeichert. Im richtigen Moment gibt die Batterie wieder die Energie an den Elektromotor ab. Im Grunde genommen kann man sagen, dass ein Hybridauto den Kraftstoffverbrauch senkt, jedoch nicht rein elektrisch gefahren werden kann.


Wie lade ich die Batterie meines Elektro- oder Hybridfahrzeugs?

1. Elektrofahrzeuge haben einen vollständig elektrischen Antrieb und eine Batterie zur Speicherung elektrischer Energie. Geladen werden diese Autos z.B. mit einer Wallbox zu Hause.

2. Plug-In Hybridfahrzeuge haben einen herkömmlichen Antrieb mit Verbrennungsmotor und zusätzlich einen elektrischen Antrieb mit einer kleineren Batterie für kürzere Strecken. Bei Plug-In Hybriden kann diese Batterie auch vom Fahrer mit z.B. einer Wallbox geladen werden oder auch über eine übliche Steckdose 230V~.

3. Hybridfahrzeuge haben ebenfalls einen herkömmlichen Antrieb mit Verbrennungsmotor und einen kleinen elektrischen Antrieb mit einer kleineren Batterie. Diese wird ausschließlich intern im Fahrzeug mit übriger Energie (z.B. beim Bremsen) geladen und kann nicht separat geladen werden.


Welche Voraussetzungen hat die Installation einer Wallbox?

Grundsätzlich gilt: Die Installation einer Wallbox sollte zwingend immer durch eine Fachkraft durchgeführt werden.

Bestimmte Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox gibt es nicht. Jede Privatperson kann solch eine Ladestation installieren lassen. Jedoch ist es ratsam, vorher den Netzbetreiber über das Vorhaben zu informieren und die verfügbare Ladeleistung prüfen zu lassen. Die Voraussetzungen der Installation im Sinne von Kabel-Querschnitt, Absicherung usw. ist abhängig von der Ladestation sowie der individuellen Gegebenheiten vor Ort (Leitungslänge usw.).

Es ist daher ratsam eine Fachkraft (Elektroinstallateur) zu Rate zu ziehen, die solche Themen vorab prüfen und klären kann. Im Gegensatz zu einer Steckdose bietet eine Wallbox nicht nur maximalen Komfort, sondern auch maximale Sicherheit, da sie über bestimmte Schutzvorrichtungen zur Verhinderung von Kabelbränden verfügt. Das fest installierte Kabel bietet außerdem eine weitaus bessere Leistung als eine Steckdose.


11 kW oder 22 kW - Welche Leistung benötigt meine Wallbox?

Aktuell kann man sich zwischen zwei verschiedenen Grundmodellen einer Wallbox entscheiden. Die eine hat eine maximale Ladeleistung von 11 kWh, die andere von 22 kWh. Einer der größten Unterschiede zwischen einer Wallbox mit 11 kW und einer Wallbox mit 22 kW ist, dass erstere den Netzbetreibern lediglich gemeldet, und zweitere vom Netzbetreiber auch genehmigt werden muss.

Für die meisten Akkus in E-Autos ist eine 11 kW-Wallbox mehr als ausreichend. Sollte das Elektrofahrzeug zum Beispiel mit einer 40 kWh-Batterie angetrieben werden, würde eine 11 kW-Wallbox rund 5 Stunden brauchen, um eine Vollladung zu erreichen. 22 kW-Wallboxen würden die dargestellten Ladezeiten halbieren. Für den Hausgebrauch wäre diese Zeitverkürzung meist nicht relevant. Daher kann man für eine private Wallbox die kostengünstigere Variante der 11 kW-Wallbox bestens verwenden. An Arbeitsplätzen, an denen E-Transporter oder E-Dienstwagen rasch wieder einsatzbereit sein müssen, können die 22 kW-Wallboxen von Vorteil sein.


Wussten Sie, dass Ihre Wallbox von der KFW gefördert wird?

Mit dem Zuschuss "Ladestationen für Elektroautos - Wohngebäude" wird der Kauf und die Installation von Ladestationen an Stellplätzen und in Garagen, die zu Wohngebäuden gehören und nur privat zugänglich sind gefördert.

Zu den geförderten Kosten gehören:

✓ Der Kaufpreis einer neuen Ladestation (z. B. Wallbox) mit 11 kW Ladeleistung und intelligenter Steuerung.
✓ Die Kosten für Einbau und Anschluss der Ladestation, inklusive aller Installationsarbeiten.
✓ Die Kosten eines Energiemanagement-Systems zur Steuerung der Ladestation.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie für Ihre Ladestation ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien nutzen - zum Beispiel direkt aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder über Ihren Energieversorger. Außerdem muss die Ladeleistung vom Elektrobetrieb auf 11 KW eingestellt werden

Dieser Zuschuss kommt nicht in Frage für: Öffentlich zugängliche Ladestationen, zum Beispiel am Rathaus-Parkplatz oder in der Tiefgarage eines Bürogebäudes.

Hier geht's zur Förderung >>


Welche Anforderungen muss eine förderfähige Wallbox erfüllen?

Die Förderung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

✓ Die Ladestation muss über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen.
✓ Der Strom muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.
✓ Die Ladestation muss intelligent und steuerbar sein. So soll eine Überlastung der örtlichen Stromnetze vermieden werden.

Welche Ladestationen KfW Förderfähig sind, lässt sich auf der KfW-Seite nachlesen.