Metall lackieren

Metall lackieren: Lackierter Eisenzaun

Metall-Lacke gibt es für verschiedene Einsatzzwecke: als Schutzlack gegen Rost, als Grundierungslack zur Vorbereitung für Farbanstriche und als Buntlack zur Dekoration. Außer Eisen und Stahl können Sie auch verzinktem Stahl und Nichteisen-Metallen, wie Aluminium, Kupfer oder Messing, mit Lack ein ansprechendes Aussehen verleihen. Die wasserverdünnbaren Acryllacke oder die lösemittelhaltigen "klassischen" Kunstharzlacke tragen Sie einfach mit dem Pinsel, der Schaumstoffrolle oder mit der Spraydose auf die Oberflächen auf.

Beachten Sie: Wer beim Umgang mit Lacken die geltenden Sicherheitsregeln (z. B. viel lüften, besser: im Freien arbeiten) vernachlässigt, riskiert ernste Gesundheitsschäden. Auf der Rückseite jedes Gebindes finden Sie Hinweise zu Inhaltsstoffen, Gefahren und Schutzmaßnahmen.
 

1. Eisen und Stahl lackieren

Metall lackieren: Eisenzaun mit Farbe verschoenern und vor Korrosion schuetzen Metall lackieren: Rost entfernen

Zunächst müssen die zu streichenden Teile und Flächen fettfrei und sauber sein. Verwenden Sie zur Reinigung am besten Universalverdünnung. Rost müssen Sie ebenfalls gründlich vorher entfernen – durch Schleifen (z. B. Bohrmaschine und Drahtbürstenvorsatz) oder Abkratzen mit einer Drahtbürste. Bei tieferen Rostschäden streichen Sie zusätzlich Rostschutzumwandler auf die befallenen Stellen auf.

Nach der Reinigung tragen Sie eine Rostschutz-Grundierung auf. Dann folgt eine Schicht Vorlack und abschließend der Weiß- oder Buntlack. Große Flächen lackieren Sie ohne Laufnasen und Macken, indem Sie den Lack in Längsrichtung zügig in Bahnen auftragen, quer verteilen und anschließend noch einmal längs streichen (vertikal, horizontal, vertikal). Lackieren Sie nass-in-nass und arbeiten Sie zügig, um Ansätze zu vermeiden.

2. Verzinkten Stahl lackieren

Metall lackieren: Zinkwaesche

Frisch feuerverzinkten Stahl reinigen Sie vor dem Auftrag eines geeigneten Haftgrundes mit einer Zinkwäsche. Stellen Sie hierfür eine Lösung aus zehn Liter Wasser, 0,5 Liter Ammoniaklösung (25%iger Salmiakgeist) sowie ca. zehn Milliliter Spülmittel her. Reiben Sie das Metallstück gründlich mit einem Vliesschwamm ab. Handschuhe tragen!

Beachten Sie: Alte, verwitterte und raue feuerverzinkte Oberflächen müssen nicht in die Zinkwäsche.
 

Metall lackieren: Grundierung auftragen

Tragen Sie nach der Zinkwäsche ebenfalls eine Grundierung auf.

Es gibt auch sogenannte 2in1-Produkte (Haftgrund und Rostschutz in einem). Beachten Sie aber die Herstellerangaben, denn nicht alle Grundierungen sind für Zinkoberflächen geeignet.

Metall lackieren: Decklack auftragen

Nachdem die Grundierung getrocknet ist, tragen Sie anschließend den Decklack auf.

Beachten Sie: Verwenden Sie nur aufeinander abgestimmte Grundierungen und Schutzlacke.

 

 

3. Nicheisen-Metalle lackieren

Metall lackieren: NE-Metall anrauen

NE-Metalle (z. B. Aluminium, Kupfer, Messing), aber auch rostfreien Stahl können Sie mit Lack verschönern: Rauen Sie zunächst die Metalloberfläche mit Schleifvlies oder feinem Schleifpapier (z. B. 320er Korn) sorgfältig an (Aluminium ggf. zusätzlich entfetten).

Metall lackieren: Decklack aufspruehen Metall lackieren: NE-Metall grundieren

Lackieren Sie nun im Zweischichtverfahren: Haftgrund (hier aus der Sprühdose) sorgfältig aufschütteln, das Ventil aufsetzen und im Kreuzgang das Metall einsprühen.

Nachdem der Haftgrund getrocknet ist, tragen Sie den Decklack – hier ebenfalls aus der Sprühdose – auf: Schütteln Sie die Dose kräftig, um alle Farbpigmente durchzumischen und sprühen Sie dann aus etwa 30 Zentimeter Entfernung parallel zum Werkstück (nicht kreisförmig sprühen). Am besten im Freien arbeiten und das Umfeld großzügig abdecken.

Bildergalerie Metall lackieren

  • Metall lackieren: Metalle saeubern und Rost entfernen
  • Metall lackieren: Grundierung auftragen
  • Metall lackieren: Vorlack und Decklack auftragen
  • Metall lackieren: Lack zuegig in Bahnen auftragen

Pinsel reinigen und aufbewahren

Lacke auf Acrylbasis sind wasserlöslich: Einfach die benutzten Pinsel unter fließend warmem Wasser gründlich ausspülen und hängend trocknen lassen. Damit die Pinsel auch bei längerer Lagerung außerdem nicht spröde werden, hängen Sie die Pinselspitzen einfach in ein Glas (z. B. Marmeladenglas mit einem Loch im Deckel) mit Lein- oder Pflanzenöl.

Werkzeug und Material:

  • Bügelroller
  • Drahtbürste
  • Flockwalzen für Acryllacke
  • Lack-Wannen
  • Pinsel mit Naturborsten für Kunstharzlacke
  • Pinsel mit Synthetik-Borsten für Acryllacke
  • Rührstab
  • Schaumwalzen für Kunstharzlacke
  • Schleifpapier
  • Schleifvlies

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