

An sonnigen Orten mit losen Böden entwickeln sich die meisten Kräuter am besten...
| An sonnigen Orten mit durchlässigen Böden entwickeln sich die meisten Kräuter am besten. Viele der mediterranen Arten wachsen auch ohne Düngemittel recht gut. Besser gedeihen eine Menge der würzigen, schmackhaften und oft heilsamen Pflanzen auf gut vorbereiteten, humosen Böden. Manche Arten kommen auch mit Schatten und mehr Feuchtigkeit zurecht. Wollen Sie in Ihrem Garten Kräuter für das Feuchtbiotop, für eine mittlere Lage und gleichzeitig für eine Trockenlage anbauen und ernten, dann empfiehlt sich die Anlage einer Kräuterspirale oder -schnecke: Auf einer markierten Linie wird eine spiralförmig ansteigende Trockenmauer aufgebaut und mit Erde angefüllt. Die Sumpfzone richtet man am besten im Süden der Kräuterspirale ein - beispielsweise am Rand eines kleinen Folienteichs. |
Es geht auch gut im Topf
Die Lust auf Kräuter können Sie auch ohne einen Garten stillen. Kräuter in Töpfen auf Balkon oder Terrasse haben durchaus ihre Vorteile: Sie sind schnell erreichbar und mobil. Sie können Ihren beweglichen Kräutergarten leicht umquartieren. Für die Topfkultur eignen sich alle Kräuter, die nicht zu tief wurzeln oder zu hoch werden.
Würzig und schmackhaft
| Lavendel blüht meistens blauviolett. Es gibt auch Sorten mit weißen oder rosa Blüten. Die Pflanze gehört zu den Halbsträuchern, wird 30 bis 90 cm hoch und mag einen eher trockenen, kalkhaltigen und durchlässigen Boden. Im Frühjahr und nach der Blüte leicht zurückschneiden. |
| Melisse gibt es auch mit weiß- und goldgefärbten Blättern. Die Sorte Citronella ist gegen Mehltau resistent. Bis zu 50 cm wachsen Melissen hoch - besonders gut auf nahrhaften Böden und an warmen Standorten. Melissen-Tee ist schlaffördernd und beruhigt die Nerven. |
| Thymian wächst bis 30 cm hoch. Die Sorten sind zahlreich und gedeihen besonders gut auf kalkhaltigen, lockeren Böden. Mit den Jungtrieben werden häufig Fleisch, Wurst, Pastete und Pizza gewürzt. Zum Trocknen für Tee (Husten, Bronchitis, Magen) vor und bei beginnender Blüte schneiden. |
| Minze - die bekanntesten Arten sind Pfeffer- und Apfelminze. Auf humosen, nahrhaften und feuchten Böden wachsen Minzen bis zu 40 cm hoch. Mit den frischen Blättern werden Rohkost, Desserts und Drinks gewürzt. Der Tee hilft bei Magen- und Darmstörungen. |
| Oregano wird an nahrhaften, nicht zu feuchten Standorten bis 50 cm groß. Die Unterart Dost wird meistens für Tee verwendet, das niedrig wachsende Würzkraut - ab April - zur Veredelung von Fisch-, Fleisch- und Kartoffelgerichten, oft auch zum Würzen von Quark, Käse und Tomaten. |
| Rosmarin, das Kraut aus dem Mittelmeergebiet, gibt es auch in neuen, winterfesteren Sorten. Die bis zu 70 cm hohe Pflanze bevorzugt es kalkhaltig und nahrhaft. In Trockenzeiten muss sie gegossen werden. Beim Überwintern im Freien ist Frostschutz nötig - trotz der verbesserten Winterhärte. |
| Salbei-Kräuter existieren in verschiedenen Arten, viele Garten-Formen wurden gezüchtet. Auf kalkhaltigen, durchlässigen Böden wächst Salbei bis zu 70 cm hoch. Die Pflanze muss im Winter in rauen Lagen geschützt und im Frühjahr nach dem Austrieb zurückgeschnitten werden. |
Nützliche Infos
| Standort- und Boden-Vorlieben |