Dielen verlegen

Ein Holzfußboden kann mehr als ein Menschenleben lang Freude bereiten...

 

 

 

Ein Holzfußboden kann mehr als ein Menschenleben lang Freude bereiten. Ob Sie Holzdielen schwimmend verlegen, ob Sie diese verschrauben, vernageln oder verkleben – stimmen müssen das Holz, das Raumklima und der Untergrund. Holz ist ein Naturprodukt mit unterschiedlichen Farbgebungen, Maserungen und Eigenschaften. Lagern Sie drei Tage vor der Verlegung die Dielen mittig in dem zur Verlegung vorgesehenen Raum. Der Raum sollte etwa 20 Grad warm sein und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent besitzen. Der Untergrund muss trocken (evtl. ausbessern), fest und sauber sein. Bei sehr großen Räumen mit 60 Quadratmetern und mehr sind zusätzliche Dehnungsfugen einzuplanen. Der Dehnungsabstand der ersten Dielenreihe zur Wand wird mit Keilen gesichert. Bei ungeraden Wänden sägen Sie die Dielen entsprechend nach. 

 

Verlegen mit Kombimatte

 

 

Die Unterlage gegen Feuchtigkeit und zur Trittschalldämmung wird quer zur Verlegerichtung der Dielen in Bahnen nebeneinander ausgerollt. Bei den einzelnen Bahnen muss die Schutzfolie ca. 40 cm zurückgezogen und lose ausgelegt werden. 

 

Schneiden Sie den mit der Kleberschicht freiliegenden Mattenstreifen ab. Dann wird die Bahn erneut bis vor die Wand geschoben und bis zur gegenüberliegenden Wand ausgerollt. Mit der nächsten Bahn verfahren Sie ebenso. Die Bahnen dürfen nicht übereinander ausgelegt werden. 

 

Auf der losen Überlappung wird begonnen, die ersten beiden Dielenreihen auszulegen. Die Mindestlänge des Endstücks sollte 20 cm betragen. Die erste Dielenreihe richten Sie in der Flucht aus. Gegen Verrutschen wird sie mit Keilen gesichert.  

 

Die Schutzfolie unter den ersten beiden Reihen wird hervorgezogen. Dabei dürfen Sie die Folie nicht so weit ziehen, dass die Kleberschicht vor der zweiten Dielenreihe freigelegt wird. Beide Reihen liegen nun fest auf der Kleberschicht der Kombimatte. 

 

Beim Verlegen weiterer Reihen müssen Sie regelmäßig das Einhalten der Flucht überprüfen. Um einen möglichst dichten Fußboden zu bekommen, können Sie die Dielen vor dem Aufkleben mit Gurten spannen. 

 

 

Dielen verschrauben oder nageln

 

 

Zum Verschrauben oder Vernageln von Dielen benötigen Sie eine Unterkonstruktion. Das können Lagerhölzer oder Verlegeplatten sein, natürlich auch alte Dielenböden. Vor allem bei nicht unterkellerten Böden ist es zweckmäßig, unter die Lagerhölzer bzw. Verlegeplatten eine Feuchtigkeitsbremse oder Dampfsperre zu legen. 

 

Das Holz für die Unterkonstruktion sollte möglichst getrocknet sein. Der Hohlraum zwischen den Lagerhölzern wird mit einer geeigneten Schüttung, Dämmung oder Isolierung ausgefüllt. Für den Abstand der Lagerhölzer sind weniger als 50 cm nicht sinnvoll. 

 

Dielen vollflächig verkleben

 

 

Das Verkleben von Dielen bietet sich besonders dann an, wenn niedrige Räume renoviert werden, die Unterbaukonstruktionen wegen ihrer Höhe schlecht zulassen. Der elastische Kleber gestattet dem Holzdielen-Verbund genug Beweglichkeit, um auf Schwankungen im Raumklima zu reagieren. 

 

Nützliche Infos

 

 

Schnell weg mit kleinen Schäden
Kleine Kratzer, Brand- und andere hartnäckige Flecken sowie kleinere Schäden können Sie leicht beseitigen: Der Boden wird mit Schleifpapier (180er Körnung) oder einem Schleifpad angeraut. Dann mit Pflegeöl behandeln, trocknen lassen und schließlich nachpflegen. 

So bleiben Ihre Dielen lange schön
Damit Sie lange Freude an Ihren Dielen haben, ist es gerade am Anfang wichtig, den Boden gründlich zu pflegen. Mit der Zeit werden die Dielen dann immer anspruchsloser und extrem strapazierfähig. Denn durch die wiederholte Pflege sind die Poren gesättigt, und an der Oberfläche hat sich ein Schutzfilm aufgebaut. Bei lackierten Dielen hat Öl natürlich nichts zu suchen.

 

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