Frische Farbe für Wand und Decke

Farbe verschönt Wände und Decken — Farbe kann Räume "verändern"...

 

 

Mit Farbe
Farbe verschönt Wände und Decken - und sie kann sogar ungünstig geschnittene Räume "verändern": Ein dunkler, warmer Wandanstrich lässt einen großen Raum gemütlich und wohnlich erscheinen. Lange "Schlauchflure" wirken kürzer, wenn Sie die Stirnwand in einem dunklen Ton streichen. Helle Pastellfarben hingegen zaubern aus kleinen Räumen weite Zimmer. 

 

Die richtige Farbe auswählen
Wählen Sie zwischen drei Dispersionen für Wand und Decke: Feste Farbe hat eine feste Konsistenz, sie tropft und spritzt nicht. Es gibt sie in vielen fertig gemischten Tönen. Vorteil der festen Farbe: Man muss den Fußboden und die Möbel nicht abdecken, und Säuberungsarbeiten nach dem Streichen sind überflüssig. Kompakte Farben sind von stark konzentrierter Konsistenz, daher tropfgehemmt. Auch kompakte Farben sind in fertig gemischten Farbtönen erhältlich. Flüssigdispersionen sollten Sie verwenden, wenn Sie große Flächen streichen möchten. Decken Sie den Boden mit Abdeckpapier oder Folie ab, kleben Sie Fenster- und Türrahmen mit Malerband ab. Verwenden Sie nur gute Farbroller und Pinsel. Waschen Sie sie vor Gebrauch aus und streichen Sie Pinsel über ein Stück Schmirgelpapier. Dann haaren sie nicht beim Streichen. Zum Streichen hoher Decken verlängern Sie den Farbroller mit einem Stiel. Den oberen Teil der Wände können Sie von der Leiter aus bearbeiten. 

 

Wasserlösliche Farben
Wasserlösliche Farben sind umweltfreundlich, decken gut. Sie trocknen rasch und behalten den Farbton für lange Zeit. Rühren Sie bei selbst gemischten Farben mehr an als erforderlich - nachträglich werden Sie denselben Farbton nur sehr schwer wieder herstellen. Streichen Sie bei der Arbeit den Farbroller an einem Abstreifgitter ab, sonst nimmt er zu viel Farbe auf. 

 

Bedarfsrechnung
Wie viel Farbe Sie benötigen, berechnen Sie so: 2 x Raumbreite plus 2 x Raumlänge. Multiplizieren Sie diesen Wert mit der Raumhöhe. Messen Sie nun die Fenster- und Türflächen aus und ziehen Sie diesen Wert wieder ab. Ermitteln Sie jetzt Länge und Breite der Zimmerdecke, zählen Sie den Wert dazu - so wissen Sie, für wie viele Quadratmeter Fläche Sie Farbe kaufen müssen. 

 

Untergrund vorbereiten
Wichtig für einen dauerhaften Anstrich: ein einwandfreier Untergrund. Prüfen Sie vor dem Streichen, ob Wand und Decke rissfrei, trocken und sauber sind. Sie können auf rohem Putz streichen, wenn er völlig durchgetrocknet ist. Arbeiten Sie mit zwei Anstrichen: Tragen Sie zunächst einen leicht verdünnten Voranstrich auf, tragen Sie dann den Deckanstrich unverdünnt auf.
 

 

Streichen
Beginnen Sie mit dem Streichen an der Decke. Bearbeiten Sie mit einem Heizkörperpinsel zuerst die Ecken, dann die Winkel zwischen Decke und Wand. Dann füllen Sie mit dem Farbroller Zug um Zug die Deckenflächen aus. Nun sind die Wände an der Reihe: Ecken und Winkel mit dem Heizkörperpinsel streichen, dann die Flächen. Rollen Sie waagerecht, senkrecht und diagonal überlappend - so decken Wandfarben besonders gut.
 

 

Muster und Bilder
Möchten Sie die Wand grafisch gestalten, entwerfen Sie ein Muster. Zeichnen Sie die Umrisse vorsichtig mit einem Bleistift auf die Wand. Rundungen gelingen mit einem "Zirkel"aus Bleistift und Bindfaden: Fixieren Sie mit einer Hand das Faden-Ende an der Wand, die andere Hand führt den Stift. Markieren Sie das Wandmuster mit Malerband, drücken Sie es fest an. Tragen Sie die Farbe mit einem Flachpinsel auf.
 

 

Verschiedene Techniken
Tupf- oder Schablonentechnik verleihen Wänden eine besondere Note. Die Auftupf- oder Abtupftechnik braucht einen zweimaligen Anstrich in der Grundfarbe. Lassen Sie sie trocknen. Gießen Sie etwas Farbe in eine flache Schale. Drücken Sie einen Schwamm oder ein Läppchen in Wasser, wringen Sie diesen "Ersatz-Pinsel" gut aus. Nehmen Sie ein wenig Farbe damit auf und tupfen Sie sie auf die Wand - schnell und gleichmäßig. Abtupftechnik: Tupfen Sie mit einem trockenen Schwamm oder Lappen in die noch feuchte Wandfarbe, bis der Untergrund sichtbar wird. 

 

Gestalten mit Schablonen
Wände gestalten mit Schablonen: Streichen Sie zunächst die Wand zweimal mit Dispersionsfarbe, lassen Sie die Fläche trocknen. Kleben Sie dann die Fläche für einen farbigen Streifen ab - er dient als Untergrund für die nachfolgende Schablonen-Malerei. Lassen Sie auch diesen trocknen. Fertigen Sie eine Schablone nach Ihrer Wahl. Legen Sie sie auf den farbigen Streifen, tupfen Sie die Schablonenmuster mit einem Flachpinsel behutsam auf. Beim Entwurf der Schablonen sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. 

 

 

 

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