Bodenfliesen verlegen

Der Fußboden wird erst nach dem Kleben der Wandfliesen verfliest...

 

 

Der Fußboden wird erst verfliest, wenn die Wandfliesen geklebt sind (siehe Wandfliesen verlegen). Denn dann können Sie die Fugen der Wandfliesen am Boden fortführen. Bei gegenüberliegenden Wänden müssen die Fugen exakt parallel liegen. Um ein richtiges Bild zu bekommen, legen Sie die Fliesen vor dem Verlegen auf dem Boden aus. 

 

Untergrund vorbereiten
Der Untergrund für die Fliesen muss eben und trocken sein. Mit selbst verlaufenden Ausgleichsmassen kann mühelos ein planebener Untergrund vorbereitet werden. Achten Sie bei Ihrem Einkauf im BAUHAUS auf die Anforderungen des jeweiligen Untergrunds bzw. den Oberbelag. Vorher sollten alle losen Teile und nicht wasserfeste Anstriche mit einer Drahtbürste aufgeraut werden. Bei Holzfußböden auf eine feste Verschraubung achten und den Boden vorher mit einer Spachtelmasse spachteln. Der Boden darf keinesfalls schwingen. Bei stark saugenden Untergründen die Fläche vorher mit einem Tiefengrund vorbehandeln. Holz- und Spanplattenuntergründe mit Spezialgrundierung behandeln und gut trocknen lassen. 

 

Das Verlegen
Erste Fliese parallel zur Wand anlegen. Die erste Reihe ausrichten. Nur so viel Kleber auftragen, wie in der offenen Verarbeitungszeit mit Fliesen belegt werden kann (maximal 1,5 m2). Die Fliesen fest in das Kleberbett einschieben, nachdem der Kleber mit dem Zahnspachtel durchkämmt wurde. Eventuell mit dem Handballen oder einem Gummihammer anklopfen. 

 

Der Fliesenboden wird mit dem Fugenmaterial ganzflächig eingeschlämmt. Abschnittweise auf den sauberen Boden gießen und mit Gummiwischer oder Fugenbrett diagonal zum Fugenverlauf einschlämmen. Überschüssiges Material abziehen. Nach 20 Minuten Vorgang wiederholen. Alle Eck-, Anschluss- und Bewegungsfugen nicht mitverfugen. Sie werden mit Kreppband abgeklebt, da diese später mit Sanitär-Silikon elastisch abgedichtet werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Fugen plan werden. Einen eventuell verbleibenden Zementschleier frühestens nach zwei Wochen mit Zementschleier-Entferner beseitigen.
 

 

Das Arbeitsgerät
Alle Werkzeuge erhalten Sie im BAUHAUS. Fragen Sie Ihren Fachberater, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Zum Verfliesen, Verfugen und Abdichten werden Zahnspachtel, Kellen, Bohrmaschine mit Rührquirl, Gummiwischer, Fugengummi, Fugenbrett, Schwammbrett, Spritzpistole und Silikonkratzer benötigt. Auch ein Fliesenschneidegerät ist wichtig. Zur Fliesenbearbeitung gehören Papageienzange, Fliesenbrechzange, Steinbohrer und Fliesenhammer. Zum exakten Messen dienen Wasserwaage, Schlauchwaage, Eckenschnur und ein Senklot.
Fliesen werden mit dem Fliesenschneider maßgenau angeritzt, mit dem Fliesenhammer auf der Rückseite geklopft oder über eine scharfe Kante bzw. mit der Brechzange gebrochen. Aussparungen für Elektro-, Wasser- oder Heizungsrohre werden mit einem Steinbohrer geschaffen. Hierfür dicht an dicht 8 bis 10 mm große Löcher innerhalb der auf der Glasurseite aufgezeichneten Kreislinie bohren und anschließend von innen mit der Papageienzange vorsichtig ausbrechen. Bei seitlichen Aussparungen entlang der vorgezeichneten Linie von der Glasurseite mit der Papageienzange herausbrechen. 

 

Der besondere Tipp
Neu ist das Verfugen mit der Gießmethode für Bruchplatten und raue Oberflächen. Nach dem Anmischen wird die Fugenmasse in der Breite von 5 bis 50 mm in die Fuge gegossen. Fugen vollständig füllen und das Material leicht über den Rand überstehen lassen. Nach 30 bis 45 Minuten (je nach Saugfähigkeit des Fliesenmaterials) überstehenden Fugenmörtel mit einer Kelle flach abstoßen. Die Fuge anschließend mit einem feuchten Schwammbrett glätten und die Plattenränder reinigen. 

 

Zurück zur Übersicht