Böden sanieren

Vor allem bei Räumen im Erdgeschoss mit direktem Zugang ins Freie können Stein- oder Fliesböden eine attraktive Alternative zu Holz, Kunststoff oder Teppich sein. Sie sind stabil, nutzen nicht so leicht ab und sind daher langlebig und wirken zudem noch elegant. Ihr größter Vorteil ist aber ohne Zweifel ihre Pflegefreundlichkeit. Wer kleinere Kinder im Hause hat, wird dieses Plus zu schätzen wissen...

 

Geschütteter Untergrund mit Verbundplatten und Fliesen

 

 

Vor allem bei Erdgeschossräumen mit direktem Zugang ins Freie können Stein- oder Fliesböden eine attraktive Alternative zu Holz, Kunststoff oder Teppich sein. Sie sind stabil, nutzen nicht so leicht ab und sind daher langlebig und wirken zudem noch elegant. Ihr größter Vorteil ist aber ohne Zweifel ihre Pflegefreundlichkeit. Wer kleinere Kinder im Hause hat, wird dieses Plus zu schätzen wissen. Es gibt das Vorurteil, Fliesen seien "kalt". Eventuelle Nachteile in dieser Richtung lassen sich leicht durch entsprechende Dämmung beseitigen. Zusätzlich lässt sich durch auf dem Boden teilweise aufgelegte Teppiche dem "kalten" Eindruck entgegenwirken. Generell wiegen die Vorteile eines Fliesenbodens - wie dem hier gezeigten - bei weitem die Nachteile auf.

 

Materialliste

  • ungesandete Bitumenpappe (Dachpappe)
  • Trockenschüttung
  • Fußbodenverbundplatten
  • Kautschuk-Kleber
  • Tiefgrund
  • Fliesenkleber
  • Fliesen
  • Fugenmörtel

Werkzeuge

  • Meterstab
  • Bleistift
  • Bunsenbrenner
  • Wasserwaage
  • Richtlatte mit Gleitschienen
  • Hammer
  • Gummihammer
  • Schlagzieheisen
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Breiter Pinsel
  • Kelle
  • Zahnkelle
  • Gummischieber
  • Schwamm
  • Weiches Tuch

 

 

 

1 Ist ein Haus nicht unterkellert, muss der Fußboden gegen aufsteigende Feuchtigkeit isoliert werden. Bitumen bleibt zäh und dehnungsfähig und dichtet auch größere Risse dauerhaft ab. 

 

2 Mit einem Gasbrenner (das sollte man von einem Spezialisten machen lassen) werden die überlappenden Bitumenpappebahnen miteinander verschmolzen und mit dem Untergrund verklebt. Ränder dabei ca. 5 cm an den Wänden hochziehen. 

 

3 Damit der neue Fußboden keinen direkten Kontakt zu den Wänden hat, ringsum Randstreifen aus Mineralwolle anheften. Die Gleitschiene für die Abziehplatte richtet man auf einer Spur Trockenschüttung aus. Sie wird parallel und auf gleiche Höhe unterlegt. 

 

4 Die kleinen Kügelchen der Schüttung lassen sich leicht einebnen. Die Dämmung wird in mehreren Teilabschnitten ausgebracht. 

 

5 Mit einem speziellen Kautschuk-Kleber fügt man Nut- und Federelemente zusammen. Damit kein Kleber an der Oberfläche herausquillt, wird er auf die untere Nutwange aufgespritzt (nur Längskante).  

 

 

Experten-Tipp
Verschiedene Materialien können durch ihre Struktur und Dichte (Gewicht) unterschiedliche Schwingungen (Schallwellen) aufnehmen und übertragen. Unterbricht man mögliche Berührungspunkte (Schallbrücken) zwischen Bauteilen wie Boden und Wand zum Beispiel durch Randstreifen, ist eine wichtige Voraussetzung für gute Schalldämmung geschaffen.

 

 

6 Beim Einsetzen der Bodenplatten ist es ganz wichtig, dass die Körnchen der Schüttung nicht in die Verbindung gelangen. 

 

7 Ganz gleich, wie die Platten in Ihrem Raum aufgehen, müssen Sie jede zweite Reihe mit einer halben Platte beginnen (oder einem Abschnitt mit mindestens 50 cm Länge). Dadurch ergibt sich der notwendige Verbund. An den kurzen Kanten den Kleber angeben, wenn das Element aufliegt. 

 

8 Mit dem Schlagzieheisen klopft man die Platten fest zusammen. Die Verbundelemente müssen vollflächig auf der Schüttung aufliegen. 

 

9 Die Spanplattenoberseite ist sehr saugfähig. Damit die Feuchtigkeit aus dem Fliesenkleber nicht zu schnell in die Platten zieht und der Kleber austrocknet, den neuen Boden mit einem Tiefgrundanstrich absperren. Wenn er restlos ausgetrocknet ist, kann er wieder begangen werden. 

 

10 Der Fliesenkleber wird mit der Kombikelle aufgetragen. Zuerst eine gleichmäßig glatte Schicht auftragen, dann mit der gezahnten Seite das Kleberbett vorbereiten. 

 

11 Die vorletzte Reihe der Fliesen wird immer zuerst aufgelegt. Sie braucht noch nicht der Wand angeglichen zu werden und dient den übrigen Fliesen als Orientierung. Die Reihe an der Wand schneidet man am Schluss zu und verlegt sie gemeinsam mit den anderen. 

 

12 Sind die Fliesen fest, kann mit dem Verfugen begonnen werden. Große Flächen bearbeitet man mit einem Gummischieber. Die Fugenmasse wird dabei diagonal zur Verlegerichtung gleichmäßig in die Fugen verteilt. 

 

13 Beginnt der Fugenmörtel zu trocknen, die Mörtelspuren mit einem nassen Schwamm wegwischen. Durch das Wasser werden gleichzeitig die Fugen schön glatt. Mit einem weichen, trockenen Tuch nachbearbeiten. 

 

 

 

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